Montag, 3. Juni 2013

Richis Schlips und Niggis Grips

Bingo! Heute hat Richard Wolff - unser Richi - seinen ersten Arbeitstag als Polizeivorstand der Stadt Zürich.

Mit Kravatte, wie man annehmen darf, nachdem er bereits die Einstandsfeier seines neuen Polizeikommandanten Daniel Blumer vergangene Woche kravattiert besuchte. Kravatte? Diese Ausgeburt kapitalistisch-konservativ-bürgerlicher Herrenmode war bislang Richis Sache nicht. Ich jedenfalls, sah in bald dreissig Jahren noch nie mit Kravatte.

Nun ja, wer als Kravattenhasser ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Auch unsereiner muss gestehen, selber eine getragen zu haben. An einem Kongress zum Islamic Banking in London, weil ein Berater des Emirs von Katar andernfalls wohl nicht mit mir gesprochen hätte. Und der ist wichtig, weil sein Chef der weltweit grösste Islamic Banker ist, und auch grösster Aktionär der Credit Suisse. Link zu meinem open-source e-book Islam Finanz  http://www.treppresearch.com/Islam%20Finanz%20von%20Gian%20Trepp.PDF

Gestern veröffentlichte Richis schlauer politischer Mentor, der Methusalem der Zürcher Lokalpolitik Niggi Scherr, auf der Webseite der Alternativen Liste einen Artikel zum friedlichen Abzug der Familie Schoch von der Binz ins Koch-Areal.

Glücklicher Richi, keine Lämpen in der Binz. Wird langsam unheimlich, wie gut alles läuft. Nur - wie sagte doch Goethe: Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.

Tanz dich Frei, Istambul, Frankfurt, Madrid, und, und, und. Lämpen und Demos sind auch in Zürich nur eine Frage der Zeit. Und wenn die Insurrektionalisten wieder kommen, sind, denke ich, die Goldküsten-Sandkastengspänli Wolff und Blumer das ideale Duo im Kommandoposten der Staatsgewalt.

Wolff mit seiner nicht ganz koscheren Polizeivorstands-Bio als gewaltfreier Achziger-Intellektueller, und Kommandant Blumer, mit seinem schwer angeschlagenen automobilistischen Leumund ergänzen sich ideal. Eine repressive Nulltoleranzpolitik gegen Jugend und Dissidenz können Männer mit einem solchen Hintergrund nicht machen - Okay, können schon, aber ich hoffe, sie tun es nicht.

Eine repressive Nulltoleranzpolitik nach amerikanischem Vorbild schadet der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Metropolitanregion Zürich.

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